Drei Eidgenossen und 6600 Zuschauer

Nicht weniger als 6600 Zuschauer besuchten am Sonntag, 28. September, bei herrlichem Herbstwetter die drei Traditionsanlässe in Schachen, Siebnen und Aeschiried. Am Ende setzten sich drei Eidgenossen durch.
Reto Nötzli setzte sich beim Herbstschwinget in Siebnen durch. (Foto: Jakob Heer)

Das herrliche Herbstwetter zog beim drittletzten Schwingerwochenende der Saison 2014 zahlreiche Zuschauer an drei Traditionsanlässe. Dabei standen auch nicht weniger als 13 Eidgenossen im Einsatz.

Siebnen: Titelverteidigung für Reto Nötzli
Beim Herbstschwinget in Siebnen setzte sich vor 3100 Zuschauern Titelverteidiger Reto Nötzli durch. Der einheimische Turnerschwinger startete mit zwei Siegen stark in den Wettkampf. Vom gestellten Duell im dritten Gang liess er sich nicht beirren und reihte in der Folge drei weitere Siege aneinander. Im Schlussgang konterte er einen Angriff von Christian Schuler gekonnt mit Hüfter.

Stark präsentierten sich auch die Nordostschweizer Gäste. Obwohl sie im Kampf um den Schlussgang nicht mithalten konnten, sorgten Armon Orlik (Rang 3) und Martin Glaus (Rang 5) für zwei absolute Spitzenplätze. Früh aus der Entscheidung fiel dagegen Willy Graber. Der Berner Publikumsliebling unterlag zuerst Reto Nötzli im ersten Gang und musste seine Siegeschancen mit dem Gestellten gegen Bruno Flück im vierten Gang endgültig begraben.

Aeschiried: Wieder Matthias Glarner
Einer ausgezeichnten Spätform präsentierte sich ein weiteres Mal Matthias Glarner. Der Berner Oberländer gewann zwei Wochen nach dem Sieg auf dem Gornergrat auch den Chemihütte-Schwinget in Aeschiried. Im Schlussgang bezwang er Thomas Zaugg, der zuvor der dominante Schwinger auf dem Platz war. Zaugg hatte die ersten vier Duelle gewonnen und danach sowohl gegen Remo Stalder wie auch Glarner verloren.

Thomas Sempach klassierte sich am Ende dank fünf Siegen auf dem Ehrenplatz, gemeinsam mit Michael Moser. Sempach wurde zum Verhängnis, dass er im Gegensatz zu Glarner zu wenige Maximalnoten holen konnte. Das Direktduell im Anschwingen zwischen ihm und Festsieger Glarner endete mit einem Unentschieden.

Schachen: Rottaler Teamarbeit
Den Herbstschwinget in Schachen entschied der Rottaler Eidgenosse Hansjörg Gloggner zu seinen Gunsten. Der 27-jährige Luzerner bezwang im Schlussgang seinen Teamkollegen Stefan Stöckli vor Ablauf der zweiten Minute mit einem Stich. Für Gloggner ist es der erste Saisonsieg.

Wegweisend zum Eidgenossen-Triumph war der Gestellte von Sven Schurtenberger im fünften Gang den davor führenden Matthias Siegenthaler. Schurtenberger, ebenfalls Mitglied vom Schwingklub Rottal, ebnete mit diesem Unentschieden die teaminterne Endausmarchung. Siegenthaler konnte sich immerhin den Ehrenplatz sichern.

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