Eidgenosse Edi Kündig tritt zurück

Der 36-Jährige Eidgenosse aus dem Mythenverband, Edi Kündig, trat am Sertig-Schwinget auf Davos vom Aktivsport zurück. Kündig gewann in seiner Laufbahn insgesamt 79 Kränze.
2014 auf der Rigi liess Edi Kündig (rechts) letztmals sein Können aufblitzen. Mit Andi Imhof bestritt er den Schlussgang (Foto: Tobias Meyer).

Der Schwyzer Eidgenosse erkämpfte sich in seiner Laufbahn insgesamt 79 Kränze. In seiner letzten Saison sollte nur noch ein Kranz dazukommen. Dieser umso erstaunlicher, herausgeschwungen mit der Schlussgangteilnahme am Bergfest auf der Rigi. Dabei unterlag er zuletzt Adi Imhof. Seine grössten Erfolge feierte der schwingkundige Schwyzer an den Bergfesten auf dem Stoos und der Rigi, die er je einmal gewann. Edi Kündig erkämpfte sich alle Teilverbandskränze, neun Rigi, acht Stoos- und fünf Brünigkränze. Am eigenen Kantonalen reihte er sich 17-Mal unter die Kranzgewinner, am Innerschweizerischen Teilverbandsfest 14-Mal. 2009 in Baar erreichte der Mythenverbändler den Schlussgang.

Ältester noch aktiver Kranzfestsieger
Mit seinem Sieg 1999 auf dem Stoos war er der älteste noch aktive Kranzfestsieger. Kündig profitierte damals vom resultatlosen Schlussgang zwischen seinen Klubkameraden Peter Suter und Daniel von Euw. 2005 siegte Edi Kündig nach resultatlosen Schlussgang gegen Adi Laimbacher gemeinsam mit seinem Klubkameraden auf der Rigi. Am Eidgenössischen 2004 in Luzern sicherte es sich den eidgenössischen Kranz. An den darauffolgenden Anlässen (2007 in Aarau) und (2010 in Frauenfeld) verpasste er den Kranz jeweils um einen halben Punkt.

Abschied während den Ferien
Am Sertigschwinget vom 3. August beendete Edi Kündig, anlässlich seiner Sommerferien, seine Laufbahn mit Rang drei. In seinem letzten Gang stand er dem Bündner Ursin Battaglia gegenüber. Seine Kinder brachten zum Schluss ein Brett, Hammer und Nagel und der Routinier hängte unter grossem Applaus die Zwilchhosen wortwörtlich an den Nagel. Edi Kündig hat eine Familie mit vier Kindern. Beruflich arbeitet der gelernte Maurer als Liegenschaftsschätzer.

Vier weitere Rücktritte
Am vergangenen Wochenende sind weitere namhafte Grössen vom Schwingsport zurückgetreten. Thomas Oester trat mit dem Sieg am Engstligenalp-Schwinget ob Adelboden zurück. Roman Emmenegger verabschiedete sich am Bergschwinget Sörenberg ebenfalls siegreich von der Schwingerbühne. Matthias Arnold und Michael Henzer traten anlässlich des Nordwestschweizerischen Schwingfests in Zurchwil zurück.

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