Michelle Brunner Schwingerkönigin

An einem hochdramatischen Eidgenössischen setzte sich die Gasterländerin Michelle Brunner hauchdünn mit 0,25 Zähler vor Diana Fankhauser durch und gewann so ihren ersten Schwingerkönigstitel. Das letzte Fest der Saison gewann die Bernerin Angela Riesen.
Michelle Brunner (hinten) im sechsten Gang gegen Melissa Klossner. (Bild: David Sigg)

Die neue Schwingerkönigin heisst Michelle Brunner. Die 21-Jährige aus Rieden im Linthgebiet im Kanton St. Gallen entthronte Diana Fankhauser. Der Kampf um den Königstitel war äusserst spannend und wurde erst im letzten Gang entschieden. Dabei stellten sowohl Brunner (gegen Melissa Klossner) wie auch Fankhauser (gegen Marian Kälin). Fankhauser hätte aber im sechsten Gang einen Sieg benötigt. Brunner siegte in der Jahreswertung mit 229,00 Punkten 0,25 Zähler vor Fankhauser. Zur Ernennung der Schwingerkönigin zählen alle Resultate während der ganzen Saison (mit Streichresultaten). Eine derart knappe Entscheidung gab es beim Frauenschwingen lange nicht mehr. Brunner, von Beruf Zimmermann ist die erste Schwingerkönigin aus dem Kanton St. Gallen und der Ostschweiz seit Franziska-Lacher-Schatt 2009.

Direktduell an Brunner
Um den Tagessieg konnten weder Brunner noch Fankhauser eingreifen. Brunner besiegte im Anschwingen die amtierende Königin mittels Konter, doch anschliessend handelte sie die St. Gallerin einen Gestellten ein. Im weiteren Tagesverlauf kamen zwei weitere Unentschieden dazu. Fankhauser reihte vier Siege aneinander, konnte aber nicht mehr in den Schlussgang vordringen. Beide gewannen beim letzten Anlass aber den Kranz. „ Die vielen mitgereisten Fans und die Ausgangslage, als Führende ans Eidgenössische zu reisen, machten mich ungewohnt nervös“, gestand die 21-Jährige aus Rieden SG.

Abschliessender Sieg für Riesen
Siegerin des letzten Wettkampfes wurde die Bernerin Angela Riesen. Sie setzte sich im Schlussgang gegen Yolanda Geissbühler durch und kam so zu ihrem ersten Festsieg bei den Aktiven. Gleichzeitig revanchierte sie sich an Geissbühler für die im vierten Gang erlittene Niederlage. Da jeweils jährlich am letzten Fest der Saison die Jahresbeste zur Schwingerkönigin gekrönt wird, heisst das letzte Frauenschwinget des Jahres „Eidgenössisches.“ Nebst Michelle Brunner holten sich Laura Zurfluh (Uetendorf BE) bei den Meitli 1, Célia Philipona (La Châtagne) bei den Meitli 2 und Elena Schelbert (Muotathal) bei den Zwergli den Sieg in der Jahreswertung. 

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