Oberaargauer: Matthias Sempach dominant

Das Oberaargauische Schwingfest 2016 war eine klare Sache für Matthias Sempach. Der Schwingerkönig von 2013 setzte sich bei seinem Comebackfest nach einjähriger Kranzfest-Pause überlegen durch und markierte deutlich sein Revier. Im Schlussgang reichte ihm ein Gestellter gegen Simon Anderegg.
Der Festsieger in Hindelbank heisst Matthias Sempach. Ihm Schlussgang gegen Simon Anderegg reicht ihm ein Gestellter. (Foto: Rolf Eicher)

Matthias Sempach ist eindrücklich auf die Kranzfest-Plätze zurückgekehrt. Der 30-jährige Schwingerkönig gewann sein Heimfest, das Oberaargauische Schwingfest, in Hindelbank. Im Schlussgang reichte ihm ein fader Gestellter gegen Simon Anderegg. Nach dem Schlussgang sagte er: „Ich entschuldige mich für meine passive Schwingweise. Aber ich wollte diesen Tagessieg unbedingt und ging daher keine Risiken ein.“ Zuvor dominierte Sempach nach Belieben und bezwang seine fünf Gegner vor dem Schlussgang, darunter mit Beat Wampfler, Matthias Glarner, Bernhard Kämpf und Niklaus Zenger gleich vier Eidgenossen.

Anderegg auf geteiltem Rang 2
Hinter Dominator Sempach konnte kein Schwinger mehr als vier Siege auf seinem Notenblatt notieren lassen. Die Eidgenossen Simon Anderegg (Schlussgangverlierer), Matthias Glarner, Bernhard Kämpf, Thomas Sempach und Florian Gnägi holten aber den Kranz. Ganz im Gegensatz zu Beat Wampfler und Niklaus Zenger. Zu überzeugen wussten auch die beiden Jungstars Remo Käser und Samuel Giger. Mit jeweils vier Siegen und zwei Gestellten klassierten sie sich problemlos in den Kranzrängen.

Sechs Eidgenossen fehlten
Dem Oberaargauischen Schwingfest war eine richtiggehende Verletzungswelle vorhergegangen. Der Reihe nach mussten sich die Spitzenschwinger Christian Stucki (Schambein), Matthias Siegenthaler (Rippe), Stefan Burkhalter (Adduktoren), Thomas Zaugg (Grippe), Schwingerkönig Kilian Wenger (Hexenschuss) und Willy Graber (Bronchitis) für den gut organisierten Anlass abmelden. Bei allen Schwingern sind die Verletzungen nicht so tragisch, dass eine Teilnahme am Eidgenössischen Schwingfest in Estavayer Ende August in Gefahr steht.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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