Rücktritt zweier ISV-Eidgenossen

Am kommenden Sonntag bestreiten Marcel Mathis und Lutz Scheuber auf dem Allweg ihren letzten Wettkampf als Aktivschwinger. Danach hängen sie die Zwilchhosen an den berühmten Nagel.
Marcel Mathis (links) und Lutz Scheuber (rechts) werden am Allweg-Schwinget den letzten Wettkampf bestreiten. (Fotos: Tobias Meyer)

Mit den Rücktritten von Marcel Mathis und Lutz Scheuber verliert die Schwingersektion Nidwalden, der Ob- und Nidwaldner Schwingerverband sowie der Innerschweizer Schwingerverband zwei Teamstützen, Aushängeschilder und Vorbilder, die weit über die Kantonsgrenzen für Furore sorgten.

21 Jahre ohne gravierende Verletzungen
„Ich durfte 21 Jahre aktiven Schwingsport ohne gravierende Verletzungen betreiben und einen schöneren Abgang als mit dem Ehrenplatz an einem Eidgenössischen wie in Zug hätte ich mir nicht vorstellen können. Ich freue mich, auf dem Allweg vor einer würdigen Kulisse und einheimischen Publikum verabschieden zu können“, äussert sich Marcel Mathis. Er bewirtschaftet den eigenen Landwirtschaftsbetrieb in Büren. Insgesamt zieren 56 Kränze sein Eigenheim, nebst den drei Eigenössischen Kränzen sind sämtliche Kränze von allen Bergkranzfesten sowie von allen Teilverbandsfesten im Kranzkasten zu finden. 

Geduld zahlte sich
Mit dem Gewinn des Eidgenössischen Kranzes in Zug erfüllte sich der Traum von Lutz Scheuber, zweimal fehlte ihm an Eidgenössischen Schwingfesten der berühmte Viertelpunkt. 35 Kränze, einen Kranzfestsieg am Urner Kantonalen 2016 sowie unzählige Auszeichnungen erkämpfte sich der Blondschopf aus Büren während seiner 20-jährigen Karriere als Aktivschwinger. „Ich habe meine sportlichen Ziele erreicht. Die Rücktrittsgedanken hatte ich schon anfangs Jahr. In Zukunft will ich mehr Zeit meiner Familie widmen. Beruflich werde ich mich ebenfalls weiterbilden“, begründet Lutz Scheuber seinen Rücktritt.

Ebenfalls beim Allweg-Schwinget endet die Laufbahn von Stefan Gasser. Der 33-jährige Alpnacher gewann in seiner Laufbahn 37 Kränze und gewann zwei Kranzfeste. Für den Eidgenössischen Kranzgewinn reichte es Gasser nicht.

(Text Franz Niederberger)

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