Schwinger der Woche: Stefan Zbinden

Er ist der 15. Schwinger in der Geschichte des Nationalsportes der 100 und mehr Kränze gewonnen hat. Im Interview erklärt der Schwinger der Woche, warum er noch nicht sicher ist, ob er nächste Saison in Burgdorf antreten kann.

Stefan Zbinden, 100 Kränze, das tönt gut?
Stefan Zbinden: Ja, auf jeden Fall. Mir ist nach dem Sieg im vierten Gang ein grosser Stein vom Herzen gefallen. Langsam beginne ich nun zu realisieren, was mir gelungen ist.

Sie sind jetzt 35 Jahre alt, machen sie noch lange weiter?
Zbinden: Die Freunde für den Schwingsport habe ich weiterhin. Leider kann ich den weiteren Laufbahnverlauf nicht selber beeinflussen.

Wieso?
Zbinden: Im Herbst werde ich eine längst überfällige Operation am Ellbogen durchführen. Je nachdem wie der Heilungsverlauf ist, werde ich meine Zwilchhosen an den Nagel hängen müssen.

Stört diese Verletzung derzeit nicht beim Trainineren und in den Wettkämpfen?
Zbinden: Nein, während des Schwingens merke ich nichts. Ich habe die Verletzung auch schon einige Jahre. Nun ist aber die Zeit gekommen, um den operativen Eingriff vorzunehmen.

Zurück zum Schwingsport. Was waren die entscheidenen Punkte, dass es zu 100 Kränzen reichte?
Zbinden: Von Vorteil war es sicher, dass ich über Jahre regelmässig meine Kränze gewann. Zudem habe ich mit 17 Jahren relativ früh meine ersten Kränze gemacht.

Was bedeutet Ihnen dieser Erfolg?
Zbinden: Sehr viel. Ich habe ein grosses Ziel erreicht und bin stolz, diesem Kreis der Schwinger anzugehören, die über 100 Kränze gemacht haben.

Weniger erfolgreich verlief der Schlussgang. Welche Taktik wendeten sie an?
Zbinden: Ich wusste, dass Michael Nydegger nicht allzu offensiv antreten würde. Weil wir uns sehr gut kennen als Teamkollegen, hatte ich Schwierigkeiten ihn anzugreifen. Ich gönne ihm den Sieg, ich hätte sicherlich nicht anders geschwungen. Immerhin ist mir ja Rang 1b geblieben.

Was sind die nächsten sportlichen Ziele?
Zbinden: Ich freue mich jetzt schon auf die beiden kommenden Wochenenden am Schwarzsee und in Sarnen. Vor allem Sarnen wird speziell, da meine Frau Fabienne aus dieser Gegend stammt.

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