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Schwinger der Woche: Interview Joel Ambühl

Mit seinem Sieg am Innerschweizer Schwingfest hat Joel Ambühl ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Wie der neue Kranzfestsieger den Wettkampf und die Tage danach erlebt hat, sagt er im Interview mit dem SCHLUSSGANG.
Joel Ambühl nach seinem Sieg am Innerschweizer Schwingfest in Ibach. (Foto: Tobias Meyer)

Joel Ambühl, herzliche Gratulation zum Sieg am ISAF. Wie haben Sie den Tag erlebt?
Joel Ambühl: Merci vielmals für die Gratulation. Mir war der Start am Morgen wichtig. Ein Sieg im Anschwingen ist immer super für mich und gibt ein gewisses Polster für den weiteren Verlauf. Auch der Sieg gegen Eidgenosse Roger Rychen gab so richtig Auftrieb. Christian Bucher kenne ich noch aus den Nachwuchsjahren, da war es für mich gut, dass ich das Duell schnell gewinnen konnte. Im fünften Gang ging ich sicher etwas taktisch vor beim Gestellten gegen Christian Schuler. Danach war schnell einmal klar, dass ich im Schlussgang stehen würde. Dieser Schlussgang war sicherlich ein spezieller Moment, und sicherlich auch das Erlebte danach.

Sie kennen René Suppiger aus vielen gemeinsamen Trainings. Wie sind Sie in den Schlussgang gegangen?
Ambühl: Aufgrund der gemeinsamen Trainings kenne ich seine Stärken, aber auch er kennt meine Stärken. Das Ziel war es anzugreifen.

Haben Sie vorher miteinander gesprochen, bei einem Gestellten hätte ja ein Gäste-Duo das Schwingfest gewonnen?
Ambühl: Natürlich kannten wir die Ausgangslage und haben uns auch darauf vorbereitet. Aufgrund der Schwingweise von René und mir war ich aber überzeugt, dass es auf jeden Fall einen Sieger geben würde. Ich geniesse den Erfolg sehr, hätte es aber auch ihm von Herzen gegönnt.

Nach dem Sieg waren Ihre Emotionen spür- und sichtbar. Wie lange hat es gedauert, bis Sie den Erfolg so richtig realisiert haben?
Ambühl: Später am Abend beim gemeinsamen Feiern mit den Schwingerkollegen habe ich es richtig realisiert, was mir gelungen ist. Schön war auch, dass bei der Rückkehr nach Willisau auch meine Familie und die Freundin vor Ort waren.

Nur etwas mehr als 24 Stunden nach dem Sieg im Schlussgang wurden Sie in Ihrer Heimat Hergiswil bei Willisau empfangen. Wie haben Sie diesen Moment erlebt?
Ambühl: Es war eine grossartige Sache für mich. So viele Leute waren vor Ort, die mich in den letzten Jahren begleitet haben. Ein grosses Dankeschön gebürt auch denjenigen, die den Empfang für mich organisiert haben. Ich konnte es so richtig geniessen.

Nach dem Schwingfest ist vor dem Schwingfest. Wo ist Joel Ambühl in den nächsten Wochen zu bestaunen?
Ambühl: Die Pause am zweiten Juli-Wochenende war schon länger eingeplant. Als nächstes folgen die beiden Bergkranzfeste Weissenstein und Brünig. Danach geht es weiter mit den Kantonalfesten in der Innerschweiz. Schwingen darf ich neben dem Luzerner auch am Zuger und Ob-/Nidwaldner. Der Kilchberger-Schwinget ist dagegen noch nicht so im Kopf, ich nehme es Fest für Fest. Mal schauen was drin liegt. Wichtig ist es gesund zu bleiben.

Im Artikel erwähnt: 

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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