Schwinger der Woche: Interview Schuler

Nach seinem überlegenen Sieg beim Tessiner Rangschwinget wurde Christian Schuler zum Schwinger der Woche ernannt. Der Schwyzer Eidgenosse gibt im Interview Auskunft über seinen Sieg und die schwingerische Zukunft, blickt aber auch auf die Saison 2019 zurück.
Christian Schuler (hinten) bei seinem Startsieg am Tessiner Rangschwinget gegen Erich Fankhauser. (Foto: Tobias Meyer)

Christian Schuler, erster Sieg beim ersten Auftritt im Tessin. Wie haben Sie das Schwingfest erlebt?
Christian Schuler: Es war ein sehr gemütlicher Anlass. Wir sind mit dem ganzen Schwingklub Einsiedeln, Jungschwinger und Aktive, schon am Freitag angereist. Das Fest hat mir sehr gut gefallen. Es war ein schöner Schwingplatz und das Fest sehr gut organisiert. Und meine Familie hat ja gute Erinnerung ans Tessin. In den 70er-Jahren gewann mein Onkel hier ein Schwingfest und vor zwei Jahren siegte mein Cousin am Nichtkranzer-Schwinget.

Im Schlussgang hätte Ihnen auch ein Gestellter gereicht. Haben Sie dennoch bewusst die Offensive gesucht?
Schuler: Diese Saison war speziell für mich. Manchmal liefs gut, manchmal weniger. Darum bin ich mit der Einstellung ans Fest gegangen die Gänge zu geniessen. Dies ist mir gut gelungen. Im Schlussgang war meine Taktik nicht sofort ins offene Messer zu laufen. Weil Andi Imhof angriff konnte ich den Schwung ausnutzen.

Das Schwingerjahr 2019 war intensiv. Ist Ihre Saison nun zu Ende?
Schuler: Der Herbstschwinget in Unteriberg werde ich sicherlich noch bestreiten. Es ist mein Heimklub und zudem werden wir am Samstag, 28. September, auch die 50. Austragung dieses Anlasses feiern können.

Blicken wir dennoch schon einmal zurück. Wie bilanzieren Sie Ihre Leistungen?
Schuler: Anfangs Saison bin ich ein wenig harzig reingekommen. Mit dem Innerschweizer Schwingfest lief es wieder besser und da war ich auch wieder dieser Christian Schuler, der ich sein kann. Im Nachhinein bin fuchst es mich schon ein wenig, dass ich keinen der beiden Schlussgänge (ISAF, Rigi) gewinnen konnte. Gesamthaft gab es sicherlich schon besser Jahre, aber andererseits habe ich alle Kränze gewonnen und der fünfte ESAF-Kranz in Serie ist ja auch sehr erfreulich.

Sie haben bereits das ESAF 2004 im eigenen Teilverband erlebt. Kann man dies mit Zug 2019 vergleichen?
Schuler: Ich habe das ESAF im eigenen Teilverband zwei Mal erlebt, das ist richtig. 2004 in Luzern war ich ein junger Schwinger, der mitgehen durfte und keinen Druck verspürte. Das war 2019 schon etwas anders, auch weil sehr viel darüber gesprochen wurde. Aber ich habe es sehr genossen. 2022 in Pratteln wird es sicherlich wieder anders sein.

Nächstes Jahr locken die 100 Kränze. Ist dies ein Ziel von Ihnen?
Schuler: Man kann sich immer Ziele setzen, meines ist, dass ich gesund bleibe. Solange ich weiterschwinge, werde ich immer alles dafür geben, dass ich topfit bin. Darum sind die 100 Kränze sicherlich ein spezieller Meilenstein. Zusätzlich ist es sicherlich auch ein persönliches Ziel, dass ich weiterhin einen angriffigen Schwingerstil präsentieren kann.

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Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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