Schwinger der Woche: Philipp Laimbacher

Mit sechs Siegen hat Philipp Laimbacher das erste Bergkranzfest auf dem Stoos vom 9. Juni förmlich dominiert. Schon nach fünf Gängen war ihm der Festsieg nicht mehr zu nehmen. Hier folgt das Interview mit dem Mythenverbändler.
Philipp Laimbacher (oben) ist nach seiner langen Verletzung auf dem Weg zurück an die Spitze.

Philipp Laimbacher, Sie haben nun, wie Ihr Bruder Adi, den Stoos-Schwinget schon zum vierten Mal gewonnen. Eine stolze Ausbeute.
Philipp Laimbacher: Es ist immer schön vor heimischer Kulisse gewinnen zu können. Ich bin von Beginn weg gut in den Wettkampf gekommen. Zudem lief es optimal für mich, da die anderen Schwinger sich mit Unentschieden gegenseitig Punkte abnahmen. So stand ich schon nach fünf Gängen als Sieger fest.

Der Schlussgang gegen Christian Schuler dauerte nicht sehr lange…
Laimbacher: Das ging wirklich sehr schnell. Es gibt Tage, da passt einfach alles zusammen, auf dem Stoos erwischte ich so einen Tag. Zudem hatte ich gegenüber Schuler den Vorteil, unbeschwert zum Schlussgang anzutreten.

Ihre Leistungen sind umso erstaunlicher nach einer so langen Verletzungspause.
Laimbacher: Erst musste ich mich wieder herantasten, nach 19-monatiger Abwesenheit. Doch schon am Schwyzer in Steinen merkte ich, dass er mir bereits wieder prima läuft. Für meine Rückkehr betrieb ich viel Aufwand, der sich nun auszuzahlen scheint.

Wie feiert und verarbeitet man einen solchen Triumph wie denjenigen auf dem Stoos?
Laimbacher: Ich wählte einen speziellen Weg, da ich noch ein Hobby, das Töfffahren, habe. Zusammen mit zehn Kollegen haben wir für ein paar Tage eine Töfftour ins Südtirol unternommen. In der Schweiz war diesen Vorsommer noch nicht so angenehmes Töffwetter.

Vor Burgdorf stehen mit dem Innerschweizerischen, der Rigi und dem Brünig noch drei Schwerpunkte für Sie an.
Laimbacher: Da 30 Berner Gäste auf der Rigi eingeladen sind, werde ich es in nächster Zeit fast ausschliesslich mit den Berner zu tun bekommen. Die letzten Auftritte stimmen mich zuversichtlich. Wir Innerschweizer besitzen ein ausgeglichenes breites Kader, doch die Favoriten bleiben die Berner. 

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