Andreas Ulrich (Teil 1): Sieg beim Zuger Kantonalschwingfest

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von Mitte Oktober bis Mitte März jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Derzeit an der Reihe ist Andreas Ulrich. Heute: Teil 1.

Am Zuger Kantonalschwingfest in Zug feierte Andreas Ulrich seinen ersten Kranzfestsieg. Wir blicken zurück auf die Berichterstattung in der Printausgabe vom SCHLUSSGANG.

Endlich am Ziel
Obschon nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Benno Studer und Christian Schuler zwei eigentliche Protagonisten fehlten, zeigte das Zuger Verbandsfest mit 194 Schwingern, davon acht Eidgenossen, eine ausgezeichnete Besetzung. Die Kardinalfrage, ob nach achtjähriger Durststrecke wieder ein Schwinger der Gastgeber den Sieg davontragen könnte, war bei Halbzeit nach drei Gängen durchaus berechtigt.

Mit dem Maximum von 30 Zählern lagen mit  Franz Föhn und Dominik Waser zwei Zuger in Führung. Die Siegesaktien der Schwyzer, die in günstiger Lauerstellung lagen, wurden aber dennoch am höchsten gehandelt. Dies stellte sich als richtig heraus, übernahm doch nach dem nächsten Durchgang Andreas Ulrich vor Franz Föhn die Führung. Mit einem wuchtigen Kurz gegen Bruno Müller sicherte sich Andreas Ulrich als Erster den Zutritt für den Schlussgang. Als sein Antipode kristallisierte sich Franz Föhn heraus. Wie er Andres Höfliger aushebelte, war schlichtweg grossartig. 

Was lange währt, wird endlich gut.: Diese Aussage traf wohl am ehesten auf Andreas Ulrich zu. Der Gersauer, der schon vielmals an der Schwelle zum Sieg stand, kam zu seinem ersten grossen Kranzfestsieg seiner bisher überaus erfolgreichen Laufbahn. Wie der 26-jährige Forstwart seine Widersacher mit Kurz, Hüfter oder Lätz bis zu deren Kapitulation bearbeitete, war Schwingen allererster Güte. 

Sieg gegen Vorbild
Nachdem Ulrich zum Auftakt Martin Grab mit Kniekehlengriff bezwang, war der Filigrantechniker nicht mehr zu stoppen und zeigte in der weiteren Folge nicht die geringste Schwäche. «Da mir ein Gestellter für den Sieg genügte, ging ich im Schlussgang keine unnötigen Risiken ein. Ich wollte Franz Föhn nicht ins offene Messer laufen», erklärte er. Dass diese Taktik für ihn aufgegangen war, freute ihn und wohl mehrheitlich alle Zuschauer, die dem sympathischen Sennenschwinger diesen Erfolg von Herzen gönnten.

Nach seinen beiden Erfolgen an Rangschwingfesten durfte mit dem unberechenbaren Franz Föhn gerechnet werden. Der Offensivschwinger bestätigte seine bisher starken Auftritte mit einer weiteren Bravour-Leistung. Im Anschwingen bodigte er Edi Kündig und Markus Effinger mit der Höchstnote, was ihm zusätzliches Selbstvertrauen und Flügel verlieh. In einer hochstehenden Begegnung musste er einzig mit Ivo Laimbacher die Punkte teilen. Leider konnte Laimbacher wegen einer Schulterverletzung den Wettkampf nicht mehr fortsetzen. 

 
Im Artikel erwähnt: 

Kommentare