Andreas Ulrich (Teil 6): Interview zum Wochenabschluss

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von Mitte Oktober bis Mitte März jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Derzeit an der Reihe ist Andreas Ulrich. Heute: Teil 6.

Andreas Ulrich, das war ja eine Bombensaison ...
Andreas Ulrich: Und wie. Das hätte ich mir so nie erträumen lassen.

Wie erklären Sie dich das?
Ulrich: Das ist schwierig. Ich habe im Winter sicherlich gut trainieren können und im Gegensatz zu vielen meiner Kollegen in der Innerschweiz blieb ich verletzungsfrei. Zudem lief es mir an den Schwingfesten nicht allzu schlecht. Manchmal war auch ein wenig Glück dabei. Aber ich nehme es natürlich gerne, so wie es gekommen ist.

Sie besiegten 2012 mit 14 am zweitmeisten Eidgenossen an Kranzfesten ...
Ulrich: Ich bin ein Schwinger, der Gegner braucht, die mitschwingen. Bei den Eidgenossen-Duellen treffe ich sehr oft auf Gegner, die den Sieg wie ich suche. In den Vorjahren bin ich dagegen öfters an Gegnern gescheitert, die die Offensive nicht so gesucht haben. Da scheitere ich halt auch mit meinen geringeren körperlichen Voraussetzungen.

Welcher Sieg 2012 war am Speziellsten?
Ulrich: Der Erfolg auf der Rigi. Ich stand nach fünf Gängen schon zumindest auf Rang 1b und am Schluss durfte ich gar gemeinsam mit Adi Laimbacher den Sieg feiern. Das war wirklich ein schöner Tag. Aber auch das Zuger Kantonalfest mit meinem ersten Kranzfestsieg oder Sieg beim Allweg-Schwinget bleiben in guter Erinnerung.

Dies reichte, dass Sie bester ISV-Athlet in der Jahreswertung waren. Was ist das für ein Gefühl?
Ulrich: Das ist sehr speziell für mich. Etwas, was ich mir zu Saisonbeginn nicht vorstellen konnte. Ich stand in der Jahreswertung vom SCHLUSSGANG vor Schwingern und Vorbildern wie Martin Grab oder Adi Laimbacher. Das ist wirklich ein tolles Gefühl.

Welche Ziele verfolgen Sie in der nächsten Saison?
Ulrich: In erster Linie will ich die gute diesjährige Saison bestätigen.

Und beim ESAF?
Ulrich: Da zählt sicherlich der Kranzgewinn. Alles weitere wäre eine schöne Beilage für mich.

Die Serie Schwingerwoche mit Andreas Ulrich ist beendet. Am 12. November startet die Schwingerwoche mit einem neuen Schwinger.

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